Artikel getaggt mit ‘Spass’
Mehr Hype – durch virale Videos
…und alles, was dazu gesagt werden muss, finden Sie hier:
Juli 27, 2010 at 3:02 nachmittags /aw/ Hinterlasse einen Kommentar
Slow Media – so sieht es wirklich aus: The Nazi Island Mystery
Heute zur Ausnahme mal etwas, was wir bei Hype^2 sonst nur gegen gute Bezahlung oder körperliche Naturalienzahlung bieten: Schleichwerbung. Aber es gibt einen guten Grund: Der EVOLVER, die “beste popkulturelle Netzzeitschrift” (O-Ton Waschzettel) in deutscher Sprache, für den aw_2.0 und mm_2.0 gelegentlich die Tastaturen quälen, entert die Bücherregale und macht so den Begriff “slow media” endlich hoffähig! Der frisch gegründete Buchverlag – bei den Digital-Native-Opas von Annodunnemals nannte man so was “Startup” – EVOLVER BOOKS debütiert am 26. April 2010 mit der ultimativen Fassung des Internet-Pulp-Romans „The Nazi Island Mystery“.
Wir zitieren faul aus der Presseinformation, Anmerkungen kursiv:
“Das Internet – lange ein Paradies für unabhängige Medien mit kulturellem Anspruch – verkommt zunehmend zum Müllplatz, auf dem maximal mittelmäßige Autoren ihre Ergüsse deponieren.” (Ah, die sprechen von uns!) “Vergangen die Punk-Ära, in der Begabte und Unbegabte mindestens zwei Bands, eine selbstvertriebene Zeitschrift und ein Kunstprojekt am Start hatten.” (Punk-Renter, seid ihr noch da?) “Wer damals Talent und Durchhaltevermögen bewies, konnte sich durchsetzen, das zeigt die Erfolgsstory des EVOLVER.
Heute besetzen die Unfähigen das Netz:” (Yeah!) “Sie bloggen, sie twittern, sie facebooken und vergeuden unsere Zeit.” (Man nennt es auch HYPE, Jungs!) “Deshalb zelebriert der EVOLVER ab sofort das gedruckte Wort und lässt zur Abwechslung mal wieder die Profis ran.” (Das gibt dem Schimpfwort ‘Internet-Ausdrucker’ völlig neue Bedeutungsnuancen!)
“Peter Hiess, Mitbegründer des EVOLVER, und Robert Draxler, Langzeit-Kollaborateur beim Online-Magazin, haben EVOLVER BOOKS gegründet. Der neue Verlag wird unter anderem Stoffe aus dem besten aller Webzines (www.evolver.at natürlich!) in Buchform veröffentlichen. Damit Sie was in der Hand haben. Am Strand, wo das E-Book doch bloß sandig wird, in der Hängematte, unter der Bettdecke, auf dem Sofa und natürlich im Bücherregal.” (Slow Media! So sieht es also aus? The Next Big Thing!)
THE NAZI ISLAND MYSTERY
“Das erste von EVOLVER BOOKS verlegte Buch ist der überarbeitete, verbesserte und noch knalligere Director’s Cut von THE NAZI ISLAND MYSTERY, inkl. Regiekommentar, Star-Galerie und Interviews. Der Schmutz & Schund-Roman der Sonderklasse erzählt das erste Abenteuer der sexy Geheimagentin Kay Blanchard – blutig, spannend und obszön, wie sich das gehört. Autor des knalligen Spektakels ist Co-Verleger Robert Draxler, der die schrille Story unter dem Pseudonym r.evolver veröffentlicht. Peter Hiess beschreibt „The Nazi Island Mystery“ als die wahre Rückkehr der Pulp-Fiction. Pate standen die Romane um Modesty Blaise, die Ilsa-Filme und die Ullstein-Krimis der sechziger und siebziger Jahre mit dem roten K, die von Autoren wie Nick Carter, John Edwards und Ellery Queen geschrieben wurden.
Leicht und locker in zwei, drei Stunden zu lesen und trotzdem spannend. Sex und Gewalt, Drogen und Rock’n’Roll – und dann noch einmal ordentlich viel Sex. Alles über die Entstehungsgeschichte von THE NAZI ISLAND MYSTERY erfahren Sie auf www.evolver.at.
Buchbestellungen direkt bei EVOLVER BOOKS: www.evolver-books.at oder bei Amazon. Und der Autor dieser propagandierenden Zeilen wird natürlich in der Hölle der objektiven Berichterstattung braten …
Titanic-Titel “Kirche heute”
Als Journalist lernt man, bei drei Themen vorsichtig zu sein: Kinder, die katholische Kirche, der Papst. Die letzteren beiden nicht etwa, weil das gesetzliche oder journalistische Regeln so wollen. Sondern weil das am meisten Ärger nach sich zieht. Diesen Ärger hat die Titanic nicht gescheut, die derzeit auf dem Cover Jesus am Kreuz und einen Pfarrer in mißdeutbarer Konfiguration zeigt.
Besonders faszinierend finde ich, wie der Hype darum in sozialen Medien kristallisiert: Die Facebook-Gruppe Wir protestieren aufs Schärfste gegen das aktuelle Titanic Cover versammelt Anhänger, die das Cover nicht ganz so gelungen finden, und steht derzeit bei 1.472 Mitgliedern. Die Facebook-Gruppe Wir unterstützen aufs Schärfste das aktuelle Titanic-Cover versammelt Anhänger, die das Cover ganz proper finden und kommt auf 3.275 Mitglieder. Das spricht ein wenig für die These, dass dieses Teufelszeugs namens Internet die Menschen vom Glauben abbringt.
Ich finde zwar das Cover nicht verwerflich, weil es ein Jesuszitat manifestiert (absichtlich oder zufällig, wer weiß das schon) und damit schon im Voraus die Bigotterie der erwartbaren Angriffe entlarvt; allerdings finde ich, man muss auch nicht immer alles auf die Spitze treiben und mit “Kirche heute” schert man einfach zu viele über einen Kamm. Daher kann ich keiner der beiden Gruppen beitreten.
Hier das Ergebnis meines Versuchs, eine Gruppe zu finden, der ich beitreten könnte:
Die Suche nach “Katholiken gegen Missbrauch” ergibt: nix (nur diese eine gezeigte Gruppe da). Auch andere Suchanfragen ähnlicher Art erbringen nichts, was aber wenig heißt; es mag doch die eine oder andere Gruppe dieser Art geben, die ich auf die Schnelle bloß nicht finde.
Ich glaube aber nicht dran. Ich glaube eher, es ist wie bei den Muslimen: Ganz groß jammern, wenn jemand ein unerwünschtes Bildchen malt, aber öffentlich gegen schwarze Schafe in denen eigenen Reihen auf die die Straße zu gehen, das ist dann doch nicht drin. So finde ich bei der Suche “Muslime gegen Terror” die Seite www.muslime-gegen-terror.de:
April 13, 2010 at 1:58 nachmittags /aw/ Hinterlasse einen Kommentar
Hype^2.0 wünscht 2^0.09
Erstmal der Knaller aus Holiday Inn:
Anschließend Philosophie zum Jahresausklang…
Dezember 31, 2008 at 11:59 nachmittags /aw/ Hinterlasse einen Kommentar
Elf yourself
Ich liebe es: “Elf yourself” (www.elfyourself.com). Man schießt sein Foto hoch, oder auch gleich mehrere – ich hatte gerade verschiedene zur Hand. Das Ergebnis: Eine Meute tanzender Elfen mit Ihrem (hier: meinem) Gesicht. Schrecklich lustig!
Das Ergebnis läßt sich als Link verschicken oder – wie hier – einbetten. Prima für Nikolaus-Grüße! Es gibt auch verschiedene Tänze, hier ein Charleston:
Dezember 5, 2008 at 7:00 vormittags /aw/ Hinterlasse einen Kommentar
Ich will Kaffeetassen auf Kollegen schmeissen…
Perverse Fantasien waren gestern, heute können Sie das alles ausleben. Damit das sauber und diskret abläuft, machen Sie es am besten im Web. Wenn Sie, wie ich, gerne mal einem Kollegen eine Kaffeetasse an die Birne werfen wollen, weil er im Grossraumbüro mit der Stimme der drei Tenöre private Telefonate führt, dann nichts wie hin zu “Stoppt den Datenklau”, einem Werbespiel der Sicherheitsfritzen von Steganos.
Werbespiele sind normalerweise doof & dööfer, aber das hier ist echt ne Gaudi. Anspieltip: Das Szenario “Büro”, wo man eben mit Kaffeetassen auf Kollegen und Kolleginnen werfen kann. Und dafür auch noch Punkte kriegt. “Don’t do this at your Office”, sagte die Realitätmami. Und jetzt nichts wie hin zu www.steganos.com/game.
Dezember 3, 2008 at 7:07 vormittags /aw/ Hinterlasse einen Kommentar
Reportage: eine Nacht ohne Google Chrome
Wir von Hype^2.0 haben es gewagt und einen kühnen Selbstversuch an uns durchgeführt. Auch in der zweiten Nacht nach dem Launch von Googles Data-Mining-Fliegenfallen-Browser Chrome installierten wir tapfer die Hype-Software nicht.
Was geschah dann? – Sekunden zogen sich zu Minuten, Minuten summierten sich zu Stunden … doch wir blieben hart und verweigertem dem Setup den Aufruf. Kein Doppelklick schlich sich aus unseren kalten Herzen. Und jetzt, nachdem wir zusätzlich, um ganz sicher zu gehen, auch noch einen investigativen Vormittag ohne Chrome im Büro verbracht haben, steht unser Urteil fest:
Man kommt auch ohne aus.
interceder.net und Google Insights
Was ist wichtig, was gerade angesagt,? Eine recht gute Quelle für aktuelle Themen ist Google News, das auf news.google.de die aktuellen Schlagzeilen bietet, wie bei Google üblich nach einer errechneten Wichtigkeit sortiert. Ich persönlich finde auch die Tag Cloud der News-Suchmaschine findo.de gar nicht schlecht. Beides hat den Vorteil, deutsch zu sprechen.
Doch was bedeutet in diesem Zusammenhang “angesagt” und “wichtig”? Bloß weil die Zeitungen meinen, sie müssten Boris Beckers neue Freundin hypen, heißt das noch lange nicht, dass das die Leser auch interessiert. Interessant ist daher die Google-News-Seite “Besonders beliebt“, die ihre Ausgabe danach gewichtet, was von den Lesern am häufigsten angeklickt wurde. Das also ist des Lesers Hype .
Ein etwas anderes Kaliber ist Google Trends (Ex-Zeitgeist ), das zeigt, wonach am meisten gesucht wird. Die Google Trends Hottrends tun das jeden Tag für 100 Begriffe. Das geht auch mit Websites, dank Google Trends for Websites, das zB im hinterlegten Link zeigt, dass das Interesse an Microsoft nachlässt.
Aber kann man Google das glauben? Seine Eigenen Webseiten zeigt Google nämlich nicht an, zugleich gibt es keine Möglichkeit, sich aus dieser Suche zu entfernen (hype2.de hat sich clever rausgehackt!) – so kann keiner mehr die Visits schönen und bei seinen Zugriffszahlen mogeln, außer natürlich Google selbst, aber die würden das ja nie tun.
Richtig geil toll ist Google Insights auf google.de/insights/search/, das erstaunlich in die Tiefe geht und das die Suchen nach Ländern und sogar Bundesländer getrennt darstellt. Sie suchen nach einem Begriff und können dann sehen, in welchen Ländern er am meisten gesucht wurde. Da Google allein in Deutschland um die 90 Prozent aller Suchanfragen erhält, kann das als ziemlich repräsentativ gelten. Falls Sie sich je fragten, was Google mit unseren Daten macht: Dort ist die Antwort…
Anders als interceder.net , das derzeit gehypet wird. Es zeigt ebenfalls, was gerade “in the news” ist, aufgeschlüsselt nach typischen Altpapierkriterien wie Technik, Unterhaltung, etc. Sehr spaßig ist die Anzeige “Average Tone”, die zeigt, ob man über das Gesuchte gerade eher positiv oder negativ berichtet. interceder.net ist als ernsthafte Hype-Suchmaschine meines Erachtens so aufschlussreich wie ein unbenutztes Kondom, aber man kann trotzdem einigen Spaß damit haben.





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