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The Sky is the Limit

Ich saß heute snackend im Yum und wunderte mich über allerlei Gedöns und Radau. Irgendwas mit ‘Sky‘. – Ach ja richtig, die wollten ja den Premiere-Nachfolger Sky launchen, heute Nacht soll das passieren. Und sie haben dafür ganz offensichtlich richtig Patte hingelegt, denn die Schrannenhalle ist zwar pleiter als die BRD, aber sie war zu diesem Anlaß so fein rausgeputzt, dass ich schon Angie, Obama oder eine Michael-Jackson-Trauergala vermutete.

Nun, ich habe Premiere immer für überflüssig gehalten, weil TV erstens blöd macht, zweitens unterstütze ich lokales Business und gehe in die Videothek und drittens habe ich ja schon ein Pay-TV, nämlich die öffentlich-entrechtenden Sender, die mir via GEZ Kohle abknöpfen und es dann auch noch wagen, sich selbst “Free-TV” zu nennen (Zitat Claus Kleber, angeblich Journalist, bei diesem Ausspruch aber wohl eher PR-Scherge). Aber egal.

Lese dennoch neugierig nach, was nun passieren wird: Von Millionenkampagnen ist da die Rede, ganze 100 Millionen sollen “investiert” werden. Kicher! Sind das etwa die selben Millionen (möglicherweise schon Milliarden), die man seit Jahren schon mit Premiere verludert?

100 Millionen … für so viel Geld kann man ganz viel Party machen. Zu den rund 700 geladenen Gästen gehörten daher unter anderem Hollywoodstar Samuel L. Jackson, Boxer Vitali Klitschko und Fussballgott Franz Beckenbauer, heißt es.

Na, das wird ganz sicher jeden Max Mustermann davon überzeugen, sich sofort ein Abo zu reißen [ans Hirn faß'].

Juli 3, 2009 at 5:12 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Börse "rutscht ins Minus"

Das gewisse Journalisten nicht mal mehr zählen können, zeigt sich bei der akuellen Hype um die Finanzkrise. So behauptet das Boulevardblatt Spiegel Online “Bankenpleiten schicken Dow-Jones-Index ins Minus“.

Minus? Ist das nicht dieses Mathe-Dingsbums, wo vorne das Zeichen “-” steht? Der Dow Jones gab aber doch bloss um “2,4 Prozent auf 10.872 Punkte” nach. Plus (+) 10.872, wohlgemerkt. Aber Mathe brauchen Wirtschaftjournalisten heute wohl nicht mehr. Die Rechenküntzler schieben denn auch sogleich nach: “Auch der Dax rutschte ins Minus und notierte am späten Nachmittag klar unter der psychologisch wichtigen 6000-Punkte-Marke.”

Also, wenn mein Konto ins Minus rutscht, dann notiert es stets unter der auch zinstechnisch wichtigen 0-Euro-Marke. Denn alles unter 0 ist Minus, alles drüber ist’s nicht.

Natürlich sind auch andere so blöd, wie ein gegoogel nach “DAX ins Minus”” und “Dow Jones ins minus” offenbart. Lustig auch, was Aktienindizes so alles passieren kann: sie werden gedreht, gezogen und gedrückt, sie rutschen, schwanken, sacken und rauschen. Natürlich ins Minus.

September 29, 2008 at 5:42 nachmittags 3 Kommentare

Werbefreie Welt

Grossartiger Vorschlag auf der Riesenmaschine: Tagsüber eine werbefreie Welt, Nachts vertreibt Leuchtreklame die Finsternis. Was der Autor übersieht: Der Werbende hat nicht freiwillig darauf verzichtet, die im Licht sichtbare Titelseite der gezeigten Eiskarte zu bedrucken; sondern er hat sich – einstweilen! – mit der Nachtseite gegnügt. Wenn sie könnte, würde die Wirtschaft aber einfach alles mit Werbung überziehen – vor den Urinalen hat sie ja auch nicht halt gemacht. Und ich persönlich sehe noch zu Lebzeiten werbefinanzierte Prostituierte, die einem während des Koitus ununterbrochen “Bom Chicka Wah Wah – dusch Dich mit Axe!” ins Ohr stöhnen.

September 3, 2008 at 3:12 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

heise.de hat kein altbackenes Design!

WAHNSINN! Deutschlands gefühlt allerältest designte Troll-Plattform heise.de hat gerelauncht! Das heisst, man benutzt jetzt nicht mehr HTML 3.0 und die Fonts, die schon Gutenberg zum Hals raushingen. Leidet, wie so oft, der Inhalt, wenn der Hersteller die Verpackung aufhübscht? Leider ja. So heißt es in der entsprechenden Eigenmeldung:

Das bisherige dreispaltige Layout wurde auf zwei Spalten reduziert: eine für Nachrichten und eine für weiterführende Angebote auf heise online.

Hype^2.0, letztes investigatives Magazin in Deutschland, hat nachgezählt und kommt zu einem ganz anderen Ergebnis. Es handelt sich um VIER Spalten. Eine für Text, zwei Spalten innerhalb der Spalte, die heise.de als “weiterführend” bezeichnet, und eine Spalte für Google-Anzeigen. Ha! Schwindler!

August 12, 2008 at 11:25 vormittags 1 Kommentar

Papst goes mobile

Gottlob: Die christliche Gemeinde entdeckt die digitale Generation. Nachdem die amerikanischen Kollegen vorauseilten (etwa mit dem YouTube-Klon GodTube), ziehen nun auch hiesige Seelsorger nach und bieten crazy services für Handy, PC & Co:
Die “Evengelische Kirche in Deutschland” etwa ködert mit dem Fernsehsender RTL Abonnenten für seinen Bibelverse-SMS-Dienst (kostet nur knapp 30 Cent pro Nachricht), SingleChrist.de will die vermeintliche Flirt-Börse “Kirche” ersetzen und in der Community von Communitae.de fachsimpeln User eifrig über Versuchung, Sünden und die Hölle.
Doch damit nicht genug: Der Chef selbst (der Papst) hat nun angekündigt, selbst in die Tasten zu hauen und seinen Schäfchen während des Weltjugendtags in Sydney Spam SMS-Botschaften aufs Handy zu schicken.
Tolle Sache – bleibt nur zu hoffen, dass diese weniger drastisch ausfallen, als etwa die Texte der Online-Gebets-Website GottKennen.com: “Stellen Sie sich vor, auf einer Bühne im vollen Rampenlicht ein Video anschauen zu müssen, in dem jede Sünde gezeigt wird, die Sie je begangen haben. Wie würden Sie sich dabei fühlen?”

So lange wir dabei keine SMS vom Papst bekommen – ganz ok!

Mai 7, 2008 at 4:53 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Gulasch-Gezwitscher

Sie kennen sicher das Vorurteil gegenüber Bloggern, dass diese nur über ihre nächste Tasse Kaffee schreiben. Mag richtig sein, doch im Verlauf des Web-Tagebuch-Hypes ist die Zahl der Ich-koche-mir-gerade-Kaffee-Blogs glücklicherweise zurück gegangen – interessiert schließlich keine Sau.
Dafür entwickelte sich innerhalb des letzten Jahres der große Twitter-Rummel (engl. “twitter” = “zwitschern”) – der Service ist eine Art Internet-SMS-Dienst, bei dem man verschiedene Kanäle abonnieren kann, und anschließend alle dort einlaufenden Exklusiv-Meldungen (“Fiffi hat in die Wohnung gemacht!”, “Süß-Sauer-Sauce ist mein neues Ketchup” etc.) chronologisch geordnet empfängt – auch das braucht eigentlich keine Sau, ist aber wahnsinnig erfolgreich, was die Besucherzahlen angeht.

Als leidgeprüfter Web-2.0-Hasser hat man sich längst mit beiden Phänomenen abgefunden. Allein: Immer muss irgendwer noch einen draufsetzen und nochmal kräftig in die Web-2.0-Suppe spucken.

Heute bohrten wir vor Wut unsere Fingernägel wegen Vitor Lourenco in die Handflächen, bis das Blut spritzte. Dessen Kreation FoodFeed fischt doch tatsächlich aus Twitter alle Meldungen heraus, in denen User beschreiben, was sie gerade essen. Praktisch die Kombination aus Wahnsinn A und Katastrophe B (siehe oben). Zusätzlich gibt’s eine Suchfunktion, mit der man überpfrüfen kann, wer gerade etwa “Rindsgulasch” gegessen hat.

Wir sind jetzt so sauer auf Herrn Lourenco – wir haben unser Web 2.0 endlich deinstalliert.

April 24, 2008 at 10:09 vormittags Hinterlasse einen Kommentar

Abmahnwahnsinn

Kurzes Preludium zum Comic.

Gezeichnet wie immer von Steven Flier.

April 4, 2008 at 3:00 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Worldwide W-LAN

Wie immer gezeichnet vom gnadenlos begabten Steven Flier.

März 5, 2008 at 4:00 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Rapidshare und der Datenschutz

Klar: Der Filehoster Rapidshare dient nicht nur zur Ablage der letzten Urlaubsfotos und als Vertriebsplattform des eigens produzierten Musikstücks. Vielmehr finden sich dort vor allem Pornos, Schmuddelfilmchen und Sex-Streifen – sowie allerlei sonstige Raubkopien.
Trotz allerlei Urheberrechtsbedenken konnte zumindest bis jetzt Rapidshare noch nicht dazu gezwungen werden, Informationen über seine User herauszugeben - auch wenn die GEMA (wer sonst?) gerade eifrig am Datenschutz sägt.

Löblich, denn das Festhalten an der Informationssicherung ist grundsätzlich eine gute Sache. Allerdings gibt’s im Falle Rapidshare einen kleinen Haken, wie uns die Rapidshare Search Engine zeigt: Nach Eingabe der Begriffe “child porn” oder “child abuse” dürfen Sie jedenfalls selbst darüber urteilen, inwiefern der Filehoster seine User schützen sollte.

Ein Fall wurde schon bekannt, bei dem das LKA Brandenburg an IP-Adressen von Filhoster-Usern gekommen ist, die sich einen Pädophilen-Porno über die Plattform verschaffen wollten. Auf den Trichter kamen die Ermittler jedoch durch eine andere Seite, auf der der Link gepostet wurde.

Wie viele solcher Dateien tatsächlich auf den Servern lagern, lässt sich nur erahnen – herausfinden dürfen können das nur die Kriminalbeamten.

Anm.: Wir haben kein Ergebnis obengenannter Suchanfrage auf den Inhalt überprüft – das war uns a.) zu heikel (siehe Link zum Lawblog oben) und b.) im Falle des Falles zu widerwärtig. Kann also gut sein, dass das völlig harmlose Inhalte sind. Andererseits lässt sich durch Variation der Suchbegriffe noch viel mehr finden. Davon abgesehen empfehlen wir Ihnen, keinesfalls (illegale) Dateien über fragwürdige Suchbegriffe herunterzuladen.

Februar 25, 2008 at 5:10 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Virtuelle Unsterblickeit

Gezeichnet von Steven Flier.

Februar 4, 2008 at 5:00 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

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