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1und1 #fail

Wann immer von 1&1 Mails überraschend kommen, die zum Beispiel so lauten:

Ihre bisherige UMS-Rufnummer ist nach diesen 6 Wochen nicht mehr gültig und wird im Anschluss abgeschaltet. Bitte beachten Sie: Einträge im Adressbuch können nicht in das neue System übernommen werden. Wir bitten
Sie, diese Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Selbstverständlich erhalten Sie eine neue Rufnummer. Aktivieren Sie diese bereits heute über das 1&1 Control-Center.

kann man davon ausgehen, dass wenn man sich anmeldet, um es zu tun, eine Meldung kommt wie die hier:

Nachtrag: Irgendwann gings dann, siehe 1&1 macht Faxen.

November 5, 2009 at 12:57 nachmittags 1 Kommentar

Noch mehr ungeordnete Gedanken zu "Piratenpartei"

Piratenpartei – das klingt erst mal abenteuerlich. Hier die Piraten, Säbel in der Hand, Pistole im Gürtel und natürlich immer ein Lachen im sonnengebräunten Gesicht, vor allem für die Damen. Dort die Spießer, betagte Flottenkapitäne und geschniegelte Schnösel, denen man die Prise zu recht entreisst.

Natürlich sind Piraten in Wirklichkeit “Seeräuber”, also Lügner und Diebe, Sklavenhalter und Schmarotzer, die von der Arbeit Anderer leben. Die Frage ist nun, ob unter diesem Gesichtspunkt nicht eigentlich alle Parteien “Piratenparteien” sind…

Juli 21, 2009 at 6:56 nachmittags 4 Kommentare

Amazon, Windows 7 und die Kommentarfunktion

Web 2.0 und die Generation Upload sind genau so lange gewünscht, wie sie brav konsumieren und Allgemeinplätze von sich geben.

Als Beispiel mag Amazon dienen. Heute sollte der Vorverkauf der 50-Euro-Version von Windows 7 starten, auch bei Amazon. Da ich als XP-Vermisser gerne bereit bin, Vista auf dem Testrechner durch ein weniger beschissenes Betriebssystem zu ersetzen, sofern es nicht mehr als 50 Euro kostet, zischte ich natürlich sofort zu Amazon. Doch Windows 7 war, kurz gesagt, weg.

Dafür gab es jede Menge Kritiken daran, dass die 50-Euro-Version wohl schon um 9:00 weg war.
Die Kritiken waren dann aber, kurz gesagt, auch weg.

So sah das um 11:26 aus:

amazon_windows7_vorher

Und so sah es um 11:58 aus:

amazon_windows7_nachherDas nenne ich mal corporate social media in Aktion: Innerhalb von 30 Minuten ändert sich die Bewertung von schlecht auf super!

Es ist natürlich verständlich, dass der Shop all die negativen Reviews rausschmeisst, denn die reviewen ja nur den Umstand, dass die 50-Euro-Version ruckzuck weg war. Außerdem sind positive Rezensionen ja viel besser als negative, gell? Es ist halt nur so, dass ich mich nun fragen muß, wie oft sowas passiert, ohne dass ichs, wie heute, merke..

Juli 15, 2009 at 12:08 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Der Freitag

Peinlich genug, das man bei “Der Freitag” nicht in der Lage war, sich die Domain www.derfreitag.de zu sichern und daher nun auf www.freitag.de rumkrebst – wird daran liegen, dass man dort selbst nicht weiss, ob man nun “Freitag”, “der Freitag” oder “Der Freitag”, eventuell auch “DER FREITAG” (alles zu finden) heisst. Mal wieder am Schlussi gespart?

Peinlicher noch die Relaunch-Ausgabe, über der selbst ich als notorischer sich-für-jeden-Mist-Interessierer gähnend einnicke. Und dann geh ich auf die Website und sehe das hier:

Der Freitag

Der Freitag

Stolz steht da “Beta-Version”, weil das im 2.0 vor 5 Jahren mal total hip war. Kinder, werdet erwachsen. Stellt mal was fertig. Belästigt niemanden mit Beta-Versionen. Das ist echt langsam peinlich. Wir haben 2009, da müssen doch Umlaute gehen:

Der Umlaut

Der Umlaut

Und was sehe ich da? Der Text ist im Plone Cntrol Panel editierbar? Gut zu wissen. Geht offline, bitte.

Nachtrag am 18.2.: Sascha Lobo mag nicht mehr dabeisein. Nach dem Freitag kommt eben das Ende. (Der Woche.)

Nachtrag am 24.3.: Der Blogeintrag Das Versagen des Freitag gibt interessante Einblicke in Interna.

Februar 5, 2009 at 3:50 nachmittags 4 Kommentare

Windows 7 Beta

Lohnt sich echt nicht, außer, um zu sehen, dass es bloß wirklich Windows Vista mit optischen Änderungen ist, die suggerieren sollen, es wäre ein neues Windows, eines, das bloß nicht Vista ist…

Januar 11, 2009 at 11:21 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Vista-Tagebuch, xter Tag

Wir schreiben das Jahr 2009. Vista kann immer noch nicht den Ordner umbenennen, den es gerade geöffnet hält. Dateien werden ab und zu gruppiert, ab und zu nicht, manchmal mit Icons, manchmal mit Details, manchmal mit diesen Attributen, manchmal mit jenen, natürlich nie mit den gewünschten. Es ist das erste Betriebssystem mit eingebauter Willkür.

Windows Willkür gibt einen Vorgeschmack darauf, wie uns intelligente Maschinen eines Tages auf der Nase herumtanzen werden. Vista könnte schon jetzt auf mich verzichten: Es wäre damit beschäftigt, Screensaver anzuzeigen, seine Platten zu defragmentieren, und Patches downzuloaden, ohne je zur Ruhe zu kommen.

Vielleicht würden Schreibfehler auf die Festplatte dazu führen, dass es von selbst evolviert, sich weiter entwickelt? Eines Tages würde dann wie von selbst ein brauchbares OS daraus entstehen! Aber wer will schon solange warten…

Januar 2, 2009 at 5:07 nachmittags 2 Kommentare

Microsoft Labs

Sehr erheiternd: das Tool Microsoft adCenter Labs Demographics Prediction will analysieren können, wie viele männliche und weibliche Nutzer eine Website hat. Man teste es mit www.playboy.de versus www.freundin.de … Har har…

Oder www.hustler.de (52 Prozent “male”) gegen www.emma.de (58 Prozent male). Nicht euer Ernst! WUHAHA! „Labs“!

Gnihihi … sind das die gleichen Labs, die Office 2007 so „nutzerfreundlich“ gemacht haben, dass selbst ich als alter Office-Veteran (seit Word 4.0 für DOS) lieber AbiWord und OpenOffice.org verwende?

Ich glaub, wir machen hier bald mal die Hype^2.0-Labs auf – man scheint noch nicht mal nen weißen Kittel dafür zu brauchen.

Mehr und bessere Analyse-Tools hier.

Oktober 28, 2008 at 7:00 vormittags Hinterlasse einen Kommentar

Baut Microsoft den Browser für Perverse?

Ehrlich gesagt: Ich surfe nicht mehr mit Internet Explorer, seit Phoenix zu Firebird unbenannt wurde – obwohl ich gehört habe, dass Internet Explorer 7 nicht mehr völlig scheibe sein soll. Selbst als Zweit-Browser, um mich irgendwo ohne aktuell gültige Datenkraken-Cookies umzusehen, verwende ich lieber Apples armselige Ausrede für einen Browser, einfach, weil ich den IEX wirklich nicht ausstehen kann.

Version 8 soll nun aber ganz toll sein. Dazu ein paar Schlagzeilen: “Internet Explorer 8 setzt jetzt auf Usability” (aha, bisher war diese scheinbar egal), “Internet Explorer 8 verstärkt Datenschutz” und “Mehr Sicherheit beim Internet-Surfen” (aha, man hatte bisher wenig), “Internet Explorer 8 soll “spurlose” Web-Nutzung ermöglichen” (soso). Direkter wird da schon “IE 8 soll Schutz der Privatsphäre verbessern“, “Microsoft setzt auf Privatsphäre” (cool: „nach Hause telefonieren“ als „privat“ zu deklarieren), “Internet Explorer 8 erlaubt anonymes Surfen” (leider entweder für alle Browser richtig oder völlig falsch) und, schon ganz nah dran:
Browser mit Porno-Tarnkappe“.
Allerdings, was stellt man sich in Hamburg unter einer Porno-Tarnkappe vor? Macht diese Harry Potter nicht unsichtbar, sondern lässt sie ihn wie eine alte Ausgabe von “Color Climax“ aussehen?

Also wollen wir mal die Fakten auf dem Tisch legen. Seit Jahren schreibt die Presse über Themen wie “Anonym im Internet”. Und wir alle wissen, warum das die Leute interessiert: Weil alle nach Pornos googlen, sich bei Porntube Videos reinziehen und auch sonst allerlei Schweinkram daunlowden. “Surfen” ist ohnehin ein schlechtes Wort, es müsste eigentlich “swingen” heißen, und statt googlen sollte sich das Wort “orgien” etablieren. Na, egal, jedenfalls gibt’s von Microsoft nun den Browser für Pädophile und Perverse, einer, der seine schmuddeligen Spuren nicht erst im Nachhinein löscht, sondern schamhaft gar nicht erst anlegt.

Bevor nun aber gleich alle loswingern und nach Tierpornos und Snuff orgien, sei auf folgendes Wort hingewiesen: „Vorratsdatenspeicherung“. Seit Januar müssen Anbieter von Festnetztelefon, Mobilfunk und Internet alle Verbindungsdaten ihrer Kunden aufzeichnen und diese Daten für mindestens ein halbes Jahr lang speichern – eben „auf Vorrat“. Da können Sie noch so sehr mit der „Porno-Tarnkappe“ surfen: Wenn Sie sich die Damen auf allebitches.com ansehen, dann weiß ihr Provider das. Und wenn der es weiß, dann können es auch andere wissen. Da kann der Schäuble noch so sehr abwiegeln, dass Ermittlungsbehörden die Daten ja nur dann verwenden könnten, wenn ein Ermittlungsrichter das genehmigt hat – unsere Datensätze bei den Lotterieanstalten hätte er sicher auch nicht leichtfertig durchgewunken, noch nicht mal Schäuble. Und was von der Privatsphäre bei der Telekom zu halten ist, hat diese ja unlängst unter Beweis gestellt.

Kurzum: Wenn Sie pervers sind, dann lesen Sie lieber ganz klassisch ein Pornoheftchen, so wie Kafka.

August 28, 2008 at 5:21 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Live is Live

Dass wir noch lange nicht die kritische Masse machbaren Unfugs erreicht haben, zeigt eindringlich zaplive.tv. Anders als auf typischen Video-Plattformen braucht man sich dort nicht einfach passiv das Gebrabbel irgendwelcher Leute ohne Privatleben reinziehen, nein, man darf auch gleich zurückstreamen.

Eine Art Multi-User-Video-Chat, Bewegtbild-IRC, Echtzeit-YouTube, kurz: Fernsehen 2.0: jeder streamt, bis die Webcam raucht. Ein Blick in die Zukunft: Wir alle werden uns gegenseitig bestreamen, live natürlich. Es wurde ja auch Zeit, dass wir endlich mehr miteinander streamen. Wir sollten das mal anstreamen. Ich möchte das jetzt aber mit Dir ausstreamen.

Doch der Name sagts auch gleich: zaplive.tv. Man wird verdammt viel zappen in der Video-Kakophonie, in der es schon heute attraktive Reisser wie die Hasen-Kamera gibt:

Mindestens ebenso wichtig:

Juni 1, 2008 at 5:13 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Schleimhuster-Community

Nachdem die amerikanische Website MyFreeImplants* zu zweifelhaftem Ruhm gelangte (u.a. Erwähnung im investigativen TV-Journalismus-Magazin Taff), dachten sich Mathias Helfert und Christian Nagelstrasser aus Berlin: Das können wir auch!
Ihre Zielgruppe: Raucher. Die sollen sich zukünftig die drei Schritte vor die Tür ihrer Lieblingskneipe zu sparen, indem sie Blaudunstreiche Locations in der hippen Glimmstengel-Community Rauchvergnuegen entdecken.
Der Skandal dabei: Die Seite hat keinen Beta-Status! Kann also nicht Web 2.0 sein. Und das, obwohl gerade mal zwei Städte eingetragen sind, bei Raucher-News uns ein schwarzer Screen angähnt, und man ja überhaupt gar keinen Kontakt zu anderen Leidensgenossen aufnehmen kann. Dafür wurde bei deutsche-startups.de schon ordentlich die Werbetrommel gerührt, da dort gerne mal ungefiltert um Aufmerksamkeit gebuhlt werden darf.
Wieso der Hype^2 Web-2.0-Indikator nun doch ausschlägt: Unter “Newsflash” haben die Herren Helfert und Nagelstrasser einen Text eins zu eins von focus.de übernommen – ohne Quellenangabe, dafür aber voll open source und so.
Deswegen unser Vorschlag: Das mit dem Web 2.0, Communitys und Netzwerk-Zeugs einfach mal bleiben lassen und

besser nur ausspucken und abputzen!

* Männer zahlen bei MyFreeImplants für den Kontakt zu den weiblichen Mitgliedern, die sich von dem Geld neues Material zum Fenster abdichten kaufen sollen. Wir kapieren’s ja auch nicht …

März 6, 2008 at 10:46 vormittags Hinterlasse einen Kommentar

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