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Obama ist SEO-Weltmeister!
All die Affiliate-Monster da draußen dürften grün vor Neid sein: Denn unser aller Liebling Obama ist wohl der beste SEO weltweit. Hintergrund ist der Kauf der Domain cars.gov durch die US-Regierung (nur die kriegt die *.gov-Domains) Ende Juni, die nach nur drei Wochen auf Platz Eins für den Suchbegriff “cars” bei Google rankte.
Eine reife Leistung, zieht man in Betracht, dass etwa 461,000,000 andere Seiten mit um die Position kämpfen. All die Gebrauchtwarenhändler und KFZ-Cookie-Schweine hatten jedenfalls das Nachsehen und dürfen nun berechtigt fragen: Hat da vielleicht einfach nur Obama kurz seinen Kumpel Sergej angerufen, und um ein nettes Ranking gebeten? Und: Hilft demnächst “poker.gov” aus der Finanzkrise?
(Dank an Andi Schröder und SEO Book für den Hinweis)
Oktober 30, 2009 at 11:30 nachmittags mmzweinull Hinterlasse einen Kommentar
foodfindr.de
Endlich ne Suchmaschine, die wirklich interessant ist: www.foodfindr.de.
Dezember 16, 2008 at 2:49 nachmittags /aw/ Hinterlasse einen Kommentar
Browser-Hype um Google Chrome
Es gibt Dinge, die sind so wichtig wie ein fünftes Bein am Stuhl, zum Beispiel “noch ein Webbrowser”. <ironie>Wer mit Firefox und Internet Explorer nicht zufrieden war, der konnte bisher ja nur auf Flock und Opera ausweichen, und ein paar andere. Ein Quasimonopol, also, fast. “Geht gaa nich!”, dachte man sich beim Anti-Monopolisten Google und launchte mit “Chrome” nun einen eigenen Browser. Gaaanz wichtig. Müssen wir alle sofort haben. Endlich 3-Tage-Woche, mehr Sex & Kinder, Rente sicher, keine Energieprobleme mehr – und Weltfrieden!</ironie>
Schlimmer noch sind die Überschriften, zu denen sich einige Rezensenten verstiegen haben. Das gibt es schlimme Browser-Wortspiele, etwa “Google browst auf” und die blöde Frage “Browst Google Microsoft davon?” samt Antwort “Chrome browst allen davon“. Bruhaha! Schlimmer sind aber die Chrom-glänzt-Wortspiele: “Glänzender Angriff“, “So will „Chrome“ glänzen” und “Chrome wird glänzend aufgenommen” klingt jeweils wenigstens noch sachlich, aber “Warum Googles Chrome so strahlt“, fragt der Herr Journalist. Ja, strahlt Chrom denn? – Kombinieren läßt sich derlei Logorrhöe übrigens auch: “Die aufbrowsende Datenkrake wird verchromt” – gnihihi, das ist so richtig schön doof.
Bei so viel kreativer Verausgabung kann den Autoren der zweiten Stunde natürlich nichts mehr einfallen. Dann kommt nach viel, viel Pressen im stillen Örtchen maximal ein “Google will die Welt ver-Chrome-n” heraus – was haben wir geweint. Ebenso beim stumpfen Langweiler “Verchromte Ökonomie” (häh?) und “Googles neuer Browser: Wird Mono-Chrome zum Monopol?” – ist das schon Dada oder noch moderne Kunst?
Das loben wir uns doch ein “Kampf der Giganten” – das passt immer, und das schon seit Hunderten von Jahren. Ein Evergreen, der zeigt, dass Google News keine Chance hat gegen die gesammelte Geistreichigkeit der Presse.
Hype^2.0 blickt in die Zukunft und sieht voraus, wie nach den aktuellen Jubel-Beiträgen die Überschriften der ersten Chrome-Kritiken aussehen werden. Kritischer Einzeltest: “Chrome – nur schöner Schein?“. Vergleichstest: “Mit ausgefuchstem Chrome auf Safari in der Opera“, Vergleichstest-Fazit: “Googles Browser glanzlos“, Datenschutz: “Chrome gesundheitsschädlich“, Sicherheitslücken: “Kratzer im Chrome“, Insider-Story “Chrome entblättert“, Tuning: “Mehr Licht!” und “Chrome aufpoliert“, Internet-Explorer-wie-Google-Browser-aussehen-lassen: “Vista-Browser verchromt“… (würg’)
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interceder.net und Google Insights
Was ist wichtig, was gerade angesagt,? Eine recht gute Quelle für aktuelle Themen ist Google News, das auf news.google.de die aktuellen Schlagzeilen bietet, wie bei Google üblich nach einer errechneten Wichtigkeit sortiert. Ich persönlich finde auch die Tag Cloud der News-Suchmaschine findo.de gar nicht schlecht. Beides hat den Vorteil, deutsch zu sprechen.
Doch was bedeutet in diesem Zusammenhang “angesagt” und “wichtig”? Bloß weil die Zeitungen meinen, sie müssten Boris Beckers neue Freundin hypen, heißt das noch lange nicht, dass das die Leser auch interessiert. Interessant ist daher die Google-News-Seite “Besonders beliebt“, die ihre Ausgabe danach gewichtet, was von den Lesern am häufigsten angeklickt wurde. Das also ist des Lesers Hype .
Ein etwas anderes Kaliber ist Google Trends (Ex-Zeitgeist ), das zeigt, wonach am meisten gesucht wird. Die Google Trends Hottrends tun das jeden Tag für 100 Begriffe. Das geht auch mit Websites, dank Google Trends for Websites, das zB im hinterlegten Link zeigt, dass das Interesse an Microsoft nachlässt.
Aber kann man Google das glauben? Seine Eigenen Webseiten zeigt Google nämlich nicht an, zugleich gibt es keine Möglichkeit, sich aus dieser Suche zu entfernen (hype2.de hat sich clever rausgehackt!) – so kann keiner mehr die Visits schönen und bei seinen Zugriffszahlen mogeln, außer natürlich Google selbst, aber die würden das ja nie tun.
Richtig geil toll ist Google Insights auf google.de/insights/search/, das erstaunlich in die Tiefe geht und das die Suchen nach Ländern und sogar Bundesländer getrennt darstellt. Sie suchen nach einem Begriff und können dann sehen, in welchen Ländern er am meisten gesucht wurde. Da Google allein in Deutschland um die 90 Prozent aller Suchanfragen erhält, kann das als ziemlich repräsentativ gelten. Falls Sie sich je fragten, was Google mit unseren Daten macht: Dort ist die Antwort…
Anders als interceder.net , das derzeit gehypet wird. Es zeigt ebenfalls, was gerade “in the news” ist, aufgeschlüsselt nach typischen Altpapierkriterien wie Technik, Unterhaltung, etc. Sehr spaßig ist die Anzeige “Average Tone”, die zeigt, ob man über das Gesuchte gerade eher positiv oder negativ berichtet. interceder.net ist als ernsthafte Hype-Suchmaschine meines Erachtens so aufschlussreich wie ein unbenutztes Kondom, aber man kann trotzdem einigen Spaß damit haben.
abo.paperrazzi.de
Schon toll, zu sehen, was dabei herauskommt, wenn man nach (leider Aufgrund technischer Probleme z.Zt. nicht verfügbar!) sucht: ein Dienst, der seit Jahren nicht funktioniert. Mir wäre das ja ein bisschen peinlich…
August 5, 2008 at 9:57 vormittags /aw/ Hinterlasse einen Kommentar
Suchmaschinen-Irrsinn, Teil X
Beobachtung: Immer mehr Besucher surfen Hype^2 über die Suchmaschine Windows Live an. Nicht, dass wir Microsoft (den Urheber) besonders mögen, aber tatsächlich sind unsere Grinsefalten in den Backen deutlich tiefer geworden. Die Google-Ergebnisse lassen uns nämlich immer mehr erschauern (siehe auch hier oder hier): Aktueller Favorit ist der Suchterm “Neurotiker Blog“, der beim ersten Treffer – wir haben’s nicht anders erwartet – hierher führt.
Sind wir jetzt schon ziemlich beleidigt wegen …
Die SEO-&-Shop-Pest

Mai 27, 2008 at 12:07 vormittags /aw/ Hinterlasse einen Kommentar
Semantische Suche – eine Lachnummer?
Um sich als Web-2.0-Brabbler von anderen Web-2.0-Brabblern abzuheben, braucht es Gebrabbel über Web 3.0, 4.0, 5.0 und neuerdings auch 6.0. Wir von Hype 2.0, die wir uns vorsichtshalber & -sorglich das Alias Hype2 (sprich HypeQuadrat) verliehen haben, können über so was natürlich nur müde lächeln. Ebenso wie über den Hype der “semantischen Suche” (Hype 2.0 berichtete).
Eine graumelierte Oldskool-Suchmaschine wie Google sucht ja ganz tumb nach Stichwörtern in seinem Index – kein Wunder, dass die Treffer so unbrauchbar sind. Die neuen, jungen, dynamischen und erfolgreichen Suchmaschinen der Zukunft dagegen “wissen”, was in den Webseiten steht und “verstehen” außerdem die Suchanfrage. Soweit die gebrabbelte Theorie, dank der die Weißkittel vom theseus-programm.de unsere Steuergelder für einen teutonischen Google-Killer auf Basis semantischer Suche verbrennen dürfen, nachdem das Euro-Projekt Quareo in dieser Sache bereits so sehr scheiterte, dass man nicht mal auf dessen Ruinen linken kann.
Ob intelligente Suchmaschinen demnächst die Weltherrschaft an sich reißen, kann jeder ganz einfach selbst herauskriegen: Bei askwiki.com, deren “Wissen” aus dem englischsprachigen Teil von Wikipedia besteht. Im Suchfeld fragen Sie ganz natürlich Dinge wie “Who the fuck is Alice?” und erhalten als Antwort einen Satz oder kurzen Absatz, der meist rein gar nichts mit der Frage zu tun hat. Auf “Why are bananas bended?” (Warum ist die Banane krumm?) weiß AskWiki nur zu antworten, warum es schwer ist, aus Bananen Saft zu pressen. Und nach der Frage “Which are the longest rivers in the world?” informiert AskWiki bloß darüber, dass Uneinigkeit darüber herrscht, ob der Amazonas oder der Nil der längste Fluss sei. Aha. Naja, immerhin besser als hakia.com, die zu demselben Thema nicht mehr zu sagen hat als Dumbo-Google, das aber mit “ontologischer Semantik”.
Semantische Suche – eine Lachnummer? Nicht ganz. Die semantischen Sucher lexxe.com und – neuerdings – powerset.com liefern nämlich auf sauber gestellte Fragen erstaunlich gute Antworten. Von Intelligenz weiterhin keine Spur (daran hat sich seit 2007 wenig geändert), aber dennoch erstaunlich, dass sie nicht aufgeben – probieren Sie’s einfach mal aus…
Mai 19, 2008 at 10:32 vormittags /aw/ Hinterlasse einen Kommentar
Auf der Suche nach Semantik
Niemand mag mehr Google, und alle wollen eine Alternative zur Suchmaschine. In den Redaktionsstuben von Hamburg bis New York ist man sich einig: “Semantische Suchmaschinen”(1) sind der neue, heiße Scheiß! Und tatsächlich: Der mystische Begriff scheint der Themen-Türöffner bei sperrigen Chefredakteuren. So wurde über das Unternehmen Powerset (www.powerset.com) schon in der New York Times, auf Spiegel Online, in der Business Week oder bei Venture Beat in ehrfurchtsvoller Demut berichtet. Problem: Die ersten Artikel über die Powersets Semantik-Suchmaschine schwärzten schon im November 2006 die Druckbögen – seitdem hat sich aber auf der Homepage so gut wie gar nichts getan! Dafür gibt’s auch schon einen Nachahmer: Zitgist (sprich: “Zeitgeist” / www.zitgist.com) trat vor ein paar Monaten an, mit Powerset in Sachen PR-Brimborium gleichzuziehen. Berichtet darüber haben zwar nur wenige Medien, dafür bleibt man dem Motto von semantischen Suchmaschinen treu: Besser erst gar nicht online gehen – denn auch bei Zitgist wartet man vergebens auf den Startschuss.
(1) Semantische Suchmaschinen funktionieren so: Der Programmierer fügt den Texten auf seiner Website unsichtbare Informationen hinzu. Beispiel: Steht dort irgendwo “Stephen King”, wird der Begriff etwa mit “<author> … </author>” umklammert. Eine semantische Suchmaschine spuckt dann bei einer Suchanfrage in diesem semantischen Umfeld (also etwa Verlage, Bücher, Schriftsteller etc.) eher diesen Begriff als Antwort aus. Klingt toll – es weiß nur keiner, ob’s funktioniert …




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