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Studie zum Selbstbezahlen

Diese  kleinen Anzeigen bei Google treiben einen gerne in die Arme allzu obskurer Angebote. Neustes Fundstück: www.handy-studie.de, das Teilnehmer für eine – Sie ahnen es – Handy-Studie sucht. Und Nette Idee eigentlich: Man bekommt Handys ins Haus geschickt und soll dann dazu seine Meinung abgeben (mal ganz abgesehen, dass das jeden Empirie-Forscher kalte Schauer über den Rücken jagt).

Problem nur: Unsere netten Wissenschaftler der Handy-Studie wollen einen zunächst anrufen und – so wird es zumindest vorgegeben – auf den Zahn fühlen, ob man sich nicht als vertrottelter Technik-Fremdling oder südländischer Import-Export-Händler entpuppt. Und – schwupps! – da kommt’s: Mit dem Telefonat schließt der Interessent nebenbei noch einen Vertrag ab, der ihn mal eben 96 euronische Flocken kostet.

Gar nicht gut, mag man denken – aber immerhin soll man die Handys ja behalten dürfen (was natürlich wieder für die garantierte Unbestechlichkeit der Teilnehmer spricht). Problem nur: Wir konnten bisher leider noch keine einzige fertiggestellte Studie auf der Seite entdecken. Und das macht wiederum Hoffnung: Anscheinend sind nicht alle Internet-Nutzer total dämlich …

Oktober 19, 2009 at 9:16 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Notiz zur Samsung-NC10-Installation

Das Samsung NC10 ist ein wirkliches Schnuckel-Netbook. 10,2-Zoll-Display für viel Platz zum Gucken und eine Tastatur, die unter Netbooks ihresgleichen sucht. Auch der 6-Zellen-Akku soll ziemlich gut sein und fast sieben Stunden halten, dazu später mehr. Der Rest ist Netbook-Standard: 3 x USB, Webcam (hier mit 1,3MP), RJ45 für LAN, WLAN und eine VGA-Buchse für externe Monitore. Für das Display, den Akku und die klassisch dimensionierte Tastatur muss man allerdings zwei Preise zahlen: ein Gewicht von 1,3 Kilo und fast 440 Euro für die Anschaffung. Ich habe dem jenigen, für den ich diese Kiste gerade einrichte, dennoch zum NC10 geraten, weil das Display und das Keyboard dieses Samsung-Sahnestücks zu einem fast vollwertigen Ersatz für ein echtes Notebook machen – wann braucht man heute schon ein optisches Laufwerk?

Erster Eindruck beim Start: wow! Eine Recovery-Software, die ihren Namen verdient, ab Werk installiert! Ein Gerät, das ab Werk mit einer Partition D: kommt! Selbst der übliche Mist hält sich in Grenzen: Nur das McAfee Security Center nervt – Produkte des Unternehmens deinstalliere ich prinzipiell, erst recht, wenn es sich um 60-Tage-Versionen handelt. Kein Office-Bla, kein Sonstiges-Blubb, und die halbe Fantastilliarde Samsung-Tools scheint einigermaßen sinnvoll zu sein, auf den ersten Blick.

Kein Fehlkauf für alle, die nicht – wie ich – einen 8,9-Zöller wie das Acer Aspire One vorziehen, weil es kleiner und leichter ist. Wobei ich letzteres schon relativieren muß, denn mit 6-Zellen-Akku ist auch das AA1 kein Leichtgewicht mehr. Und der Ventilator hat sich nach wenigen Wochen bereits zu einer Turbine entwickelt, möglicherweise durchs häufige Reisen (wöchentlicher Flug).

Februar 23, 2009 at 7:38 vormittags Hinterlasse einen Kommentar

Gerüchtküche um neue Apple-Hypeware

Nicht vergessen: Mit einem Wort wie “Gerüchteküche” jetzt = noch vor dem 9.9. die neuesten Gerüchte (iPod nano wieder länglich und mit Lagesensor, neue iPods touch billiger und mit GPS, neues iTunes 8 mit Geschmacksverstärker, etc.) aus der Küche des Web zusammentragen und am Ende hinzufügen: Sind natürlich nur Gerüchte. Danach kritisch schließen, etwa mit einem Hinweis darauf, dass wenn Apples iPod touch in seiner neusten Version tatsächlich das Wahnsinnsfeature eines Volume-Reglers eingeführt hat, dies nicht unbedingt als Innovaton gelten kann.

September 4, 2008 at 3:34 nachmittags 1 Kommentar

Zwei Mythen des mobilen Webs

Mythos 1: Die Deutschen hecheln High-Tech-Innovationen hinterher und sind auch beim mobilen Web ganz vorne mit dabei
Wahrheit: Zwischen Nordsee und Alpen war gerade mal jeder Zehnte im Unterwegs-Internet und sei’s nur, um ein Symbian-Update zu installieren – tatsächlich liegen die Deutschen sogar hinter Thailand im Ranking

Mythos 2: Das iPhone ist die Nummer 1 im mobilen Web
Wahrheit: Europaweit taucht das Tatsch-Phone nicht mal in den Top 5 auf – vielmehr sind Nokia und Motorola (!) die Platzhirsche in punkto Hosentaschen-Internet

Juli 18, 2008 at 3:31 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

iPhone-Verkäufe: Alles nur Schwindel?

Wächst Steve Jobs etwa eine lange Nase? Das glaubt zumindest Gene Munster.

Der Analyst von Piper Jaffray wunderte sich über die hohe Verkaufszahl von einer Million veräußerten 3G-iPhones, die Apple kurz nach Verkaufsstart herausposaunt hatte.

Also fragte der spitzfindige Excel-Profi bei verschiedenen Läden nach und kam mit einer Hochrechnung seiner Stichproben auf nur noch 425.000 Einheiten. Seine Vermutung: Alle aktuellen Tatsch-Handys, die von Apple an die Läden herausgegeben wurden, gelten beim Unternehmen als verkauft – auch wenn sie womöglich noch im Regal dahindümpeln. Insofern: sehr optimistisch.

Hype^2 macht da jetzt einfach mit und erklärt für den Monat Juni sensationelle 23 Miliarden Seitenaufrufe – hätte ja sein können …

Juli 16, 2008 at 2:40 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Sechs Gründe …

…, sich kein neues iPhone zu kaufen:

  • eine UMTS-Datenverbindung fürs mobile Internet ist von gestern – HSDPA sollte schon drin sein. Vor allem weil es im Web nicht schneller als das alte Modell unterwegs ist
  • es kommen keine vernünftigen Applikationen, weil die iPhone-Umgebung alles andere als offen ist, sondern Entwickler dafür zahlen müssen, ihre Software über den Apple-Store zu vertreiben
  • es unterstützt den ungeliebten und längst nicht toten Kopierschutz DRM, weil es die freien Formate OGG und Vorbis etwa blockiert
  • es mag keine (englischen) Macs
  • Apple weiß dank GPS-Ortung theoretisch, wo Sie unterwegs sind
  • 15.000 andere Idioten haben sich das Allerwelts-Phone bereits am ersten Verkauftstag in die Tasche gesteckt

Juli 15, 2008 at 10:52 vormittags 2 Kommentare

Presseschau iPhone-Hype^2.0

Kaum hat Steve Jobs mal wieder seine Show abgezogen, schon nässt die frohlockende Masse ihre Schlüpfer. Ich würde mir wirklich wünschen, dass sich Medienkritiker oder wenigstens Blogger darüber mal kräftig das Maul zerreißen, aber beide sind ja vor allem Selbstdarsteller und fallen so zu 99% mit der Zielgruppe von Apple-Produkten zusammen. (Das fehlende Prozent sind Die Tapferen von Hype^2.0 ;-)

Dass der schwarze Rollkragenpullover nicht mit iEiern beworfen wurde, verdankt er nur dem Umstand, dass magische Mabuse-Strahlen aus dem iPhone jeden Besitzer in ein unkritisches Bündel Dauerjubel mutieren. Denn nüchtern betrachtet sieht’s doch so aus: Neu ist UMTS – hatten andere längst. Neu ist auch GPS – allerdings ebenfalls nur bei Apple, woanders isses alt. Längere Akkulaufzeit – man könnte auch sagen, das alte iPhone hatte mangels kalifornischer Ingenieurskunst eine lächerlich kurze. Und: Es wird billiger – Geiz ist eben doch geil und der Strassenproll die neue Zielgruppe. Die Plattform für wird Entwickler geöffnet, aha, jetzt dann doch schon, 2008, gefühlte Jahrzehnte nach Symbian, Windows Mobile und sogar Blackberry? Und die 3,5-Millimeter-Klinken-Buchse ist nun – Sensationell! – sogar mit – Tada! – 3,5-Millimeter-Klinken-Steckern kompatibel, ohne dass man diese mit einem Taschenmesser nachschnitzen muss.

Kein Wunder, Herr, dass sie es hier unten das „Jesus-Handy“ nennen… Zumindest bei focus.de, denn die lassen tatsächlich den Begriff „Jesus Phone“ fallen. Bäh & zehn Euro ins Sprachklischee-Schwein! Um so bäh-er, weil beim Focus jedes zweite China-Smartphone grundlos als iPhone-Killer gehandelt wird, ein Unwort, das inzwischen selbst altersstarrsinnige Phrasendrescher vermeiden. Inzwischen sind nämlich so vele iPhone-Killer angetreten, dass das iPhone töter als tot sein müsste. Doch auf 1000 Killer kommt kein Gekillter. Das iPhone ist agil, wie die diesbezügliche Buchstabendauererektion der Medien zeigt.

Das Boulevard-Digitalblatt spiegel.de meint gar, Apple „Auf dem Weg zur Mobilfunk-Weltherrschaft?“ ausgemacht zu haben. Darauf folgen zwei Seiten schwurbeliges Gebrabbbel, darunter dies: „Apple spendiert dem iPhone 3G auch ein GPS-Modul … Ob oder wie man das iPhone 3G damit als Navigationsgerät nutzen kann – die Antwort darauf blieb Jobs schuldig.“ Tja, Mensch, die bauen GPS ein und Google Maps ist ja schon drin, aber wie man damit dann navigieren kann, also hey, Du wirklich, boah, das muss jetzt mal ganz investigativ gesagt werden, das müsste der Kerl jetzt echt wirklich mal erklären.

Danke: taz.de weiß unter dem scheinbar unkritischen Titel „Liebe auf den zweiten Blick“ deutlich mehr zu sagen als die sogenannten Leitmedien. Einen einigermaßen kritischen Beitrag ringt sich auch wiwo.de ab, kann dann aber beim Fazit das Wasser der Begeisterung nicht länger halten: „Das Apple-Handy ist der ultimative digitale Begleiter – iPod, Videoabspielgerät, E-Mail, Web, Ortung und Telefon in einem.“ Hmmjau, total ultimativ. Seid ihr sicher, das andere die genannten Funktionen nicht schon seit Jahren bieten? Gab’s da nicht sogar ein bräsiges, ziegelsteinförmiges Fujitsu-Siemens-Smartphone mit allen genannten Features?

Pikant übrigens, dass der große Lauschangreifer T-Mobile weiterhin exklusiv das technisch nicht mehr ganz so rückschrittliche Designprodukt mit Frucht-Logo in Deutschland verkaufen darf. Endlich Informationsfreiheit: Wer wissen will, was Journalisten bei eBay shoppen & verkloppen oder wie ihre GPS-Ortungsspur der letzten Wochen aussieht, braucht sich nur an den rosa Vorratsdatensammler zu wenden, Gerichtsbeschluss nicht notwendig. Zumindest Terroristen werden das schnieke Trend-Fon daher wohl eher meiden, weshalb damit zu rechnen ist, dass eingefleischte Apple-Katholibans bald alle (nur “neidischen”!) iPhone-Nörgler als Terroristen wegsperren lassen. Bis dahin sei wegen der eingangs erwähnten Mabuse-Strahlen geraten, sich in der Nähe von Apple-Geräten Aluminiumfolie um den Kopf zu wickeln.

Juni 10, 2008 at 1:00 nachmittags 3 Kommentare

PrivateDatenVZ

Einen Beitrag weiter unten ging’s noch um Xing als Hostessenbörse – doch am virtuellen Bordstein im virtuellen Business-Netz geht’s weitaus züchtiger zu als in anderen Communitys: Über unddu.de als Spam-Schleuder etwa haben wir bereits berichtet (das Problem ist übrigens bis heute eher noch schlimmer geworden) – und diesmal StudiVZ unter die Lupe genommen.

Diese adrette, junge Dame (23) war unser Lockvogel, um Klicks und private Daten Nachrichten zu ergaunern. Dazu stellten wir ein Bild von einer Website mit angeblich heiratswilligen Russinen ein, gaben uns als Studentin an der LMU München aus und behaupteten, nette Partys und Datings zu suchen.

Schlaumeier und Hobby-Detektive erkannten natürlich allein am Profilbild, dass es sich um einen Fake handeln muss. Google spuckt auf der Recherche nach “Katya Belov” lediglich einen Treffer auf Facebook aus, wo zwar tatsächlich eine “Katya Belov” registriert ist – die nur leider völlig anders als bei StudiVZ aussieht. Die unerwartete Folge: nicht etwa Droh-Mails feindlicher Studentinnen, die ihr Revier verteidigen wollten, sondern schleimige Anbiederungsversuche einsamer Wölfe im Studentenpelz, die mal so richtig den Macker raushängen ließen.

Im Zeitraum vom 2. bis 9. Mai bekamen wir so vier Nachrichten von* Thomas N., Daniel B., Marc-André Z. und Alex G.: von “Tolle Frau!” bis “Du bist bei mir richtig!” war inklusive privater Daten der rolligen Studenten alles dabei. Noch besser sieht unsere Gruschel-Statistik aus*: Kevin N., Pascal Ö., Michael N., Daniel Z., Mario K., Daniel B. und Felix X. haben uns virtuell in den Po gekniffen. Darunter übrigens mit Laura H. auch eine Frau (- die uns jetzt extrem verdächtig vorkommt).

Moral daraus: Soziale Netzwerke kosten viel Zeit und richtig Nerven! Während unddu.de pseudotrendigen Podcastern und Web-TV-Produzenten zuspielt, ist StudiVZ so etwas wie ein digitaler Swingerclub mit aufdringlichen Internet-Machos. Und: Die Datenschutz-Onkels nerven zwar, haben aber eben doch recht.

Anm.: Seit dem 9.5., 11:45 Uhr, haben wir uns als Fake zu erkennen gegeben – mal sehen wie lange Riecke & Co. mit dem Profil ihre Statistiken aufhübschen unser Account gültig bleibt.

Mai 9, 2008 at 5:00 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Endlich: Die YouTube-Brille!

Auch Ihnen schmerzen nach 8-Stunden-YouTube-Gucken in der Arbeit die Augen, wenn Ihr Fernseher zuhause plötzlich mit stechend scharfen Farben die Linsen penetriert. Kein Problem mehr, denn dafür gibt’s jetzt die YouTube-Brille.

Januar 15, 2008 at 6:00 nachmittags 2 Kommentare

iPhone-Phobie


Gezeichnet von Steven Flier.

Januar 2, 2008 at 9:00 vormittags Hinterlasse einen Kommentar

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